Josef Hovenjuergen im GesprächAb kommenden Montag ist die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2015 für NRW öffentlich, doch erste Auswertungen, die in den Tageszeitungen zu lesen sind, belegen schon jetzt das ganze Desaster: In NRW ist noch nie so oft eingebrochen worden wie im Jahr 2015. 62.262 Mal schlugen Einbrecher zu, das ist eine Steigerung um 18,1 Prozent.

Kreisvorsitzender Josef Hovenjürgen MdL: „Diese Einbruchzahlen belegen, dass im Innenministerium von  Ralf Jäger falsche Prioritäten gesetzt wurden. Erst vor drei Wochen hatte Jäger verkündet, dass seit August 2013 800 Serieneinbrecher identifiziert worden sind. Aber wurden sie auch alle festgesetzt? Daran lässt sich zu Recht zweifeln, wenn sich jetzt herausstellt, dass Nordrhein-Westfalen im Bundesländervergleich an der Spitze liegt.“

Durchschnittlich mehr als 170 Mal pro Tag wurde in NRW ein Einbruch verübt. Auch im Kreis Recklinghausen ist niemand mehr sicher vor den organisierten Banden – nicht in Marl, nicht in Haltern am See, nicht in Datteln, in keinem Einfamilienhaus und auch nicht in Mietwohnungen. Der Kreisvorsitzende: „Mit dieser Schlagzahl der Einbrecher kann die Polizei nicht mithalten. Wir brauchen darum eine neue Organisationsstruktur der Polizei im Kreis, mehr Beamte, mehr Polizeipräsenz vor Ort und eine 24-Stunden-Öffnung der Wachen in Haltern am See, Herten, Oer-Erkenschwick, Waltrop und Dorsten-Wulfen.“

Im Kreis Recklinghausen zeichneten sich bereits 2014 steigende Einbruchzahlen ab. So nahm in Haltern am See und Oer-Erkenschwick die Zahl der Wohnungseinbrüche um 70 Prozent zu. Hovenjürgen: „Es müsste einen nicht verwundern, wenn für 2015 auch im Kreis Recklinghausen neue Negativrekorde herauskommen.“

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