Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer in MarlAuf Einladung der CDU Marl besuchte die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Frau Annegret Kramp-Karrenbauer, am 10. Juli den Erzschacht in Marl-Drewer. Über 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um den Ausführungen der Ministerpräsidentin zu diesem frühen Abendtermin zu folgen. Die Stadtverbands-vorsitzende Anke Ronge begrüßte die Ministerpräsidentin und fand lobende Worte in ihrem Eingangsstatement: „Das Saarland und den Kreis Recklinghausen verbindet ein großes Thema, der Bergbau. Sie, sehr geehrte Frau Kramp-Karrenbauer, haben im Saarland im Jahr 2012 die letzte Zeche schließen müssen, bei uns wird Auguste Viktoria, die letzte Zeche des Kreises Recklinghausen, im Jahr 2015 den Betrieb einstellen.

Wir freuen uns, dass wir Sie heute als unseren Gast hier begrüßen dürfen, und wollen gerne von Ihnen hören, wie das Saarland mit den Herausforderungen nach der Schließung der Bergwerke umgegangen ist!“

Die saarländische Ministerpräsidentin bedankte sich für die Einladung und erinnerte zu Beginn ihrer Ausführungen an die Ausgangslage im Saarland Ende der 60-iger Jahre. Zu dieser Zeit waren über 100.000 Arbeitsplätze im Bergbau und in der Stahlindustrie vorhanden, aber es war bereits abzusehen, dass zukünftig nur noch Abbau und kein Ausbau von Arbeitsplätzen in diesem Bereich stattfinden würde. Im Laufe des langen und mühevollen Strukturwandels im Saarland, hat es ein einschneidendes Datum gegeben.

Der damalige Oppositionsführer Peter Müller hat im Landtagswahlkampf 1999 das Thema „Wie gehen wir weiter mit dem Bergbau im Saarland um“ zu einem zentralen Wahlkampfthema gemacht. Die SPD stand uneingeschränkt zum Steinkohlebergbau alter Prägung, wissen um die schwierige Zukunft. Peter Müller, der spätere Ministerpräsident, hatte heftige Diskussionen in der CDU zu führen; er konnte aber dann die Mehrheit in der eigenen Partei von dem Thema „Strukturwandel im Saarland“ überzeugen und hat die Union damit zu einem glänzenden Wahlsieg geführt.

Die Konditionen für einen behutsamen Strukturwandel lauteten: es muss einen sozialverträglichen Abbau geben, und kein Bergmann darf ins Freie fallen. Und dies ist Peter Müller und der saarländischen Landesregierung geglückt. Aktuell arbeiten noch viele junge saarländische Bergleute in Ibbenbüren, für alle anderen älteren Bergarbeiter wurde eine sozialverträgliche Lösung gefunden. Einen besonderer Dank gebührt laut Frau Kramp-Karrenbauer der IGBCE, die in den Prozess intensiv eingebunden war und sehr konstruktiv mitgearbeitet hat.

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer benannte drei wichtige Eckpunkte für die Zukunft des Saarlandes:

1. Die Ansiedlung von Ford Saarlois war ein Meilenstein. Mittlerweile hängt jeder 4. Arbeitsplatz im Saarland von der Autoindustrie ab, dies allerdings inklusive der hochtechnisierten und hochspezialisierten Zulieferindustrie, auf die man sehr stolz ist.

2. Es existieren zwei exzellente Hochschulen im Saarland, welche die Menschen qualifizieren und den technischen Fortschritt mitentwickeln und mitgestalten. Dies sorge einerseits für technische Innovationen, andererseits für ein sinnvolles Betätigungsfeld für die jungen Menschen.

3. Das Saarland hat mit die meisten Sonnenstunden in Deutschland. Deshalb ist der Tourismus eine wichtige Wachstumsbranche, gepaart mit dem herausgehoben guten kulinarischen Angebot.

Das Saarland sei nach der Schließung des Bergwerks Saar 2012 nicht ins Bodenlose gefallen. Sowohl das Wirtschaftswachstum als auch die Arbeitslosenzahlen hätten sich in einem normalen Bereich eingependelt. Z.Zt. verhandelt die saarländische Landesregierung auf europäischer Ebene, um zu versuchen, das Bergwerk Saar zu einem Pumpspeicherkraftwerk umzubauen. Begleitet wird diese Initiative von Gesprächen, welche die RAG mit der Bundesregierung zum Thema „Energiewende“ führt. Entscheidend ist, dass die Energiewende am Ende rentabel und bezahlbar für alle bleibt.

Zum Abschluss ihrer Ausführungen sprach die saarländische Ministerpräsidentin den Menschen im Vest Recklinghausen Mut zu. Auch nach der Schließung von AV wird es in Marl und Umgebung weitergehen. Nach ihren Erfahrungen sind die ersten, die die Herausforderungen der Zukunft angehen, die Bergleute selber. Nur mit deren Engagement ist es auch im Saarland gelungen, den schwierigen aber notwendigen Strukturwandel Schritt um Schritt zu gehen.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer dankten Frau Kramp-Karrenbauer für die positiven Ausführungen mit lang anhaltendem Beifall. Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Dargel und Bundestagskandidatin Rita Stockhofe vertieften die Ausführungen mit der Ministerpräsidentin noch in einem kurzen persönlichen Gespräch.

Die Veranstaltung endete nicht, nachdem die Ministerpräsidentin den Saal verlassen hatte, sondern die Marler CDU diskutierte mit den Bürgerinnen und Bürgern auch nach Ende der offiziellen Veranstaltung noch darüber, wie es zukünftig in Marl weitergehen könnte.

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer in MarlInteressierte Bürgerinnen und Bürger aus MarlRita Stockhofe beim Besuch der Ministerpräsidentin des Saarlandes Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer hier zusammenstehend u.a. mit Rita Stockhofe

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