Kauder-1-kleinDer CDU/CSU Bundestagsfraktionsvorsitzende Volker Kauder MdB folgte der gestrigen Einladung des CDU-Bundestagskandidaten Philipp Mißfelder MdB und des CDU-Stadtverbandes Waltrop auf Burbaums Tenne in Waltrop. Ganz bewusst plante die CDU im Bundestagswahlkampf eine Veranstaltung, die sich nicht mit den originären Wahlkampfthemen beschäftigt, sondern ein Thema behandelt, das alle Christen in Deutschland betrifft.

Volker Kauder MdB referierte zum Thema Christenverfolgung. Seit Jahren engagiert sich der CDU/CSU Bundestagsfraktionsvorsitzende für verfolgte Christen in aller Welt. In seinem Buch „Verfolgte Christen- Einsatz für die Religionsfreiheit“ hat Kauder MdB seine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse, die er in vielen Ländern gesammelt hat, festgehalten.

Auf den Reisen hatte der CDU-Bundestagskandidat Philipp Mißfelder oftmals die Möglichkeit, Volker Kauder MdB zu begleiten. „Diese Reisen sind für mich eine Möglichkeit mir selbst ein Bild vom großen Leid vieler verfolgter Christen zu machen. Umso wichtiger ist es für mich, mich gemeinsam mit Volker Kauder MdB für die freie Auslebung des Christentum in der Welt einzusetzen.“

Gleich zu Beginn des Vortrages von Volker Kauder MdB wurde den rund 90 Gästen deutlich, dass es sich um eine Herzensangelegenheit des christlich-demokratischen Politikers handelt. Die Christen seien derzeit die am meist verfolgte Weltreligion. Rund 100 Millionen Christen dürfen weltweit ihren Glauben nicht ausüben. Ein Zustand, den Volker Kauder mit viel Engagement versucht, zu verändern.

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Kauder MdB berichtete, dass beispielsweise „in einem Dorf im demokratischem Indien, namens Orissa, immer wieder männliche Christen von nationalistischen Hindu-Gruppen an Ketten in der Nacht durch den Ort geschleppt werden, bis sie sterben, um den Menschen vor Ort zu zeigen, welche fatalen Auswirkungen ein öffentliches Bekenntnis zum Christentum haben kann“. Gerade in Indien habe die Christenverfolgung zugenommen, da es eine Welle von Konvertiten zum Christentum gibt. Der Grund dafür sei, dass das von staatswegen verbotene Kastensystem in der Gesellschaft immer noch stark verhaftet ist. Das Christentum bietet den Indern der untersten Kaste einen Ausweg aus diesem Gesellschaftssystem. Als sehr positiv erachten die indischen Konvertiten die Möglichkeiten der Begegnung mit anderen Gesellschaftsschichten in Indien, die ihnen die christlichen Gotteshäuser bieten.

Aus nahezu allen Ecken der Welt führt der Unionspolitiker Beispiele von Gräueltaten gegenüber Christen an. In Indonesien werden in regelmäßigen Abständen die christlichen Gotteshäuser in Brand gesetzt, ohne dass von staatswegen eine Verfolgung der Täter angeordnet wird. In Pakistan wurde kürzlich eine Ehefrau und Mutter von 4 Kindern wegen ihres öffentlichen Bekenntnisses zum Christentum verhaftet und in ein abgelegenes Gefängnis gebracht, sodass ein Besuch ihrer Familie unmöglich ist. „Ein solches Vorgehen ist inakzeptabel. Wir haben Gespräche mit der pakistanischen Regierung aufgenommen und fordern, dass die Frau in ein Gefängnis verlegt wird, in dem es ihrer Familie möglich ist, sie zu besuchen.          

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Mehr können wir momentan nicht fordern“, so Volker Kauder MdB.

Dieses Beispiel zeigt eindeutig, dass die Forderung nach Religionsfreiheit derzeit in vielen Ländern utopisch erscheint. „Wir müssen mit unermüdlichem und konsequentem Engagement hinter unseren Forderungen stehen. Ich habe auf vielen meiner Reisen die Erfahrung gemacht, dass wir nur etwas erreichen können, wenn wir bei unseren Forderungen nicht einknicken. Auch nicht, wenn es sich bei den Ländern um Supermächte oder sogar um Handelspartner handelt. Nur auf diese Weise begegnen uns religiös geprägte Staaten mit dem nötigen Respekt. Es ist unsere Aufgabe, die Missstände im Umgang mit den Christen in diesen Ländern aufzudecken und öffentlich zu machen. Nicht vorstellbar wohin die Christenverfolgung führt, wenn sich diese Länder unbeobachtet fühlen.“, so der CSU/CDU Bundestagsfraktionsvorsitzende.

Am Beispiel der Diskussion um den EU-Beitritt der Türkei unterstreicht Kauder MdB seine Haltung. Mit einem Land, dass, wenngleich es alle Voraussetzungen, bis auf die Zulassung der Religionsfreiheit für einen EU-Beitritt, erfüllt, darf es kein weiteres Verhandlungskapitel geben.

kauder-publukumDas Ziel der Arbeit der CDU-Bundestagsfraktion sei es, so Kauder, „die freie Religionsausübung, die in Deutschland fest verankert ist und allen Religionen das Recht gibt in unserem Land Institutionen ihres Glaubens zu errichten, für alle Christen dieser Welt zu realisieren. Unsere Arbeit zeigt jedoch, dass die Minderung der Christenverfolgung in der Welt ein langer Weg ist, und Religionsfreiheit, so wie wir sie in Deutschland kennen, ein Geschenk an alle Religionen und deren Gläubigen ist.“

Am Ende des Vortrages diskutierte Volker  Kauder MdB mit den vom Engagement des CDU/CSU Bundestagsfraktionsvorsitzenden beeindruckten Gästen. Philipp Mißfelder MdB machte in seinem Schlusswort deutlich, wie wichtig der Einsatz der CDU-Bundestagsfraktion zum Thema Christenverfolgung sei und bedankte sich bei Volker Kauder MdB für die Möglichkeit der Mitarbeit an diesem Thema.

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