josef hovenjuergen duesseldorfZur Entscheidung von NRW-Wirtschaftsminister Duin, SPD, die Bürgschaft für den newPark in Datteln/Waltrop aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen zu verweigern und das Projekt  damit zu kippen, haben Lothar Hegemann MdL und Josef Hovenjürgen MdL folgenden offenen Brief an SPD-Landrat Cay Süberkrüb geschrieben: 

Sehr geehrter Herr Landrat Süberkrüb,

die Ankündigung der Landesregierung, die notwendige Bürgschaft für den newPark in Datteln nicht übernehmen zu wollen, bedeutet faktisch das Ende des dringend benötigten Industriegebietes und ist ein Tiefschlag für die Menschen in unserer Region.

Seit vielen Jahren setzt sich die Union des Kreises Recklinghausen für dieses Projekt ein. Alle wichtigen begleitenden und unterstützenden Entscheidungen des Kreistages wurden mit den Stimmen der CDU getroffen. Ein Ende von newPark bedeutet gleichzeitig auch den Verlust von einem Stück Zukunft für unsere ohnehin stark gebeutelte Region.

Wir fragen Sie, Landrat Süberkrüb, was Sie unternommen haben, um diese Entscheidung der SPD geführten Landesregierung zu verhindern?

Wo wollen Sie zukünftig Firmen in unserer Region ansiedeln, und wie wollen Sie die dringend benötigten Arbeitsplätze in unsere Region bringen? Angesichts der unverhältnismäßig hohen Soziallasten, die unser Kreis und unsere Städte tragen müssen, fragen wir Sie, wie sieht Ihr Modell für eine bessere Zukunft im Kreis Recklinghausen ohne newPark aus?

Waren Sie über die Entscheidung der Landesregierung informiert und wenn nein, warum nicht?

Es sind Ihre engsten Parteifreunde, die diese Entscheidung, die heute verkündet werden soll, in den letzten Tagen in Düsseldorf getroffen haben. Warum war es Ihnen auf SPD-Regionalkonferenzen oder bei Gesprächen in den Ministerien, die Sie sicher geführt haben, nicht möglich, Ihre Parteifreunde von der ungeheuren Wichtigkeit dieses Projektes für unsere Region zu überzeugen?


Sollte die angekündigte Entscheidung nicht mehr veränderbar sein, wäre dies ein rabenschwarzer Tag für die Zukunft unserer Region. Wo sollen zukünftig Industriearbeitsplätze in der Größenordnung von 7.000-10.000 Arbeitsplätzen geschaffen werden? Von der Ansiedlung großer Industriebetriebe profitieren immer auch die Zulieferfirmen und die Menschen in der Region, die nicht alle über eine beste Ausbildung und eine gute berufliche Qualifikation verfügen.

Wir fragen Sie, wo wollen Sie die Arbeitsplätze für unsere Menschen schaffen, die auch mit einer geringeren Qualifikation das Recht auf Arbeit und ein sinnvolles, durch Arbeit selbstbestimmtes Berufsleben haben?

Auf all diese drängenden Fragen für die Menschen in unserer Region haben Sie bisher keine Antwort. Das können und werden wir so nicht akzeptieren. Sie als direkt gewählter Landrat sind der politisch verantwortliche Ansprechpartner für die NRW-Landeregierung im Kreis Recklinghausen. Kommen Sie Ihrer Verantwortung nach, und kämpfen Sie in Düsseldorf vor Ort für die Interessen unserer Region. Gelegentlich einen Brief an den „lieben Minister“ zu schreiben, reicht da nicht aus. Werden sie endlich aktiv und beginnen Sie, zu gestalten statt zu moderieren. Seit vier Jahren sind Sie Landrat des Kreises Recklinghausen, und, wie wir heute konstatieren, ein Landrat ohne Gestaltungskraft, ohne Durchsetzungsvermögen oder Einfluss bei Ihren Parteifreunden in Düsseldorf.

Wir fordern Sie auf, teilen Sie uns und den Menschen im Kreis Recklinghausen mit, was Sie für eine bessere Zukunft mit Arbeit und Einkommen für unsere Menschen im Kreis Recklinghausen unternehmen werden?
   
Ihrer Antwort sehen wir mit Interesse entgegen.


Mit freundlichen Grüßen

Lothar Hegemann MdL     
Fraktionsvorsitzender     
 
Josef Hovenjürgen MdL
Kreisverbandsvorsitzender

 

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