Pantförder-hpCDU-Bürgermeister Pantförder schreibt Brief an Landrat Süberkrüb zur beschlossenen ausschließlichen Ökostromnutzung in der Kreisverwaltung:

Sehr geehrter Herr Landrat Süberkrüb,
lieber Cay,

ich beziehe mich auf die heutige Berichterstattung in der RZ, wonach der Kreis Recklinghausen ab 2015 "ausschließlich Öko-Strom" beziehen will.

Ich bin über diese neue strategische Ausrichtung des Kreises sehr enttäuscht.

Ein wichtiger Punkt ist natürlich immer die Kostenfrage, zumal im Ergebnis nicht der Kreis, sondern die Städte für die Mehrkosten aufkommen.

Diesen Aspekt will ich jedoch nicht vorrangig ins Feld führen.

Gerade SPD und CDU haben sich über viele Jahre für den Steinkohlebergbau eingesetzt. Mit AV haben wir ein noch aktives Bergwerk, mit dem Kraftwerk Steag ein Steinkohlekraftwerk mit kommunalen Eigentümern. SPD und CDU setzten sich für den Weiterbau von Datteln 4 ein.

Damit verbunden sind enorm viel industrielle Arbeitsplätze in der Region, die auch dringend benötigt werden.

Wenn die SPD nun - obwohl schon große Anteile von Ökostrom in den Liefermengen enthalten sind - ausschließlich auf Ökostrom setzt, lassen wir unsere Bergleute sowie unsere stromerzeugenden Unternehmen im Stich.

Wer soll denn dann überhaupt noch unsere Arbeitsplätze stützen, wenn wir selbst uns den Ast absägen und die hier erzeugte Kohle und den hier erzeugten Strom verteufeln?

Ich bin zutiefst um die Interessen der in der Energiewirtschaft Beschäftigten besorgt.

Ein Energiemix aus Ökostrom und Steinkohle ist eine gute wirtschaftliche, gesellschaftliche und beschäftigungspolitische Grundlage.

Ich erwarte gerade von den politisch Verantwortlichen in der SPD, dass sie sich nach wie vor auch für die Belange der Region einsetzen.

Mit freundlichem Gruß


Wolfgang Pantförder

Europawahl 2014

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