CDU-Kreisverband und CDU-Kreistagsfraktion trauern um Cornelius Riewerts
Josef Hovenjürgen MdL und Lothar Hegemann: „ Cornelius Riewerts, CDU-Landtagsabgeordneter, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion und Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Recklinghausen in den 70-iger Jahren, ist am 6. Februar 2012 in Vechta verstorben. Aufgewachsen in Westerholt, zog er in den 70-iger Jahren nach Wulfen-Barkenberg. Schon in frühen Jahren hat er sich aktiv für die Belange der Jungen Union und der CDU in Westerholt und Herten, und später im Kreis Recklinghausen, engagiert.
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Nach seinem Studium der Soziologie und Kunstgeschichte in Münster und Wien war er u.a. Chefredakteur der Studentenzeitschrift „Semesterspiegel“. Ab 1969 war er erst Redakteur dann Chefredakteur diverser Tageszeitungen, bspw. der „Münsterschen Zeitung“. Auch hier im Kreis Recklinghausen hat er als Redakteur gearbeitet. Sowohl bei den Ruhr-Nachrichten als auch bei der RZ hat er regelmäßig Kolumnen geschrieben. Die Förderung der journalistischen Arbeit war ihm auch ein Hauptanliegen in seiner Zeit als nordrhein-westfälischer Landtagsabgeordneter. Im Jahre 1970 ist er als jüngster CDU-Abgeordneter in der Geschichte der Union (29-jährig) direkt gewählt in den nordrhein-westfälischen Landtag von Düsseldorf eingezogen. Die Wahlperiode von 1970 bis 1975 war maßgeblich geprägt durch die kommunale Neuordnung. Dies war das zweite Thema, mit dem sich Conny Riewerts in seiner Zeit im nordrhein-westfälischen Landtag intensiv beschäftigt hat.
Bei der Landtagswahl 1975 hat er den fünf Jahre zuvor direkt gewonnenen Landtagswahlkreis Herten, Westerholt, Polsum, Kirchhellen und Dorsten knapp mit nur 22 Stimmen an den SPD-Bewerber verloren. Von 1973 bis 1976 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Recklinghausen. In dieser Zeit hat er maßgeblich mitgeholfen, den Kreisverband, wie er in seiner heutigen Form existiert, zu gründen. In den Jahren 1975/76 wurde aus dem selbständigen CDU-Kreisverband Recklinghausen und den Kreisverbänden Castrop-Rauxel und Gladbeck der heutige Kreisverband.
In dieser Zeit hat es ein unglaublich vielfältiges Engagement in der CDU gegeben. Dies hat auch zu einem enormen Mitgliederzuwachs geführt. 1976 wurde der Kreisverband der CDU einer der mitgliederstärkste Kreisverband der CDU in Deutschland. Auch hieran hat Cornelius Riewerts einen maßgeblichen Anteil.
In den Jahren von 1975 bis 1978 hat er die CDU-Kreistagsfraktion als Vorsitzender geführt. Zentraler Schwerpunkt seiner Arbeit damals war, dass nicht nur die Parteigliederungen zusammen wachsen konnten. Zusammen mit der CDU-Fraktion begleitete er konstruktiv die Erweiterung des Kreisgebietes um die ehemals selbständigen Kommunen Gladbeck und Castrop-Rauxel. Auch hierbei hat sich Cornelius Riewerts große Verdienst erworben.
Nach dem Ausscheiden aus dem Landtag hat er seinen Wohnort Wulfen-Barkenberg verlassen und ist über Münster bis nach Vechta in Niedersachsen gezogen. Dort war er 20 Jahre lang ein äußerst fachkundiger und beliebter Chefredakteur der „Oldenburger Volkszeitung“ bis zu seinem Renteneintritt.
Zeit seines Lebens war Cornelius Riewerts ein engagierter Mensch, sei es als Politiker oder als Redakteur. Er blieb ein scharfsinniger und humorvoller Beobachter der lokalen und der politischen Szene. Trotz eines Schlaganfalls, den er im Jahre 2003 erlitt, schrieb er weiter und brachte gelegentlich mit klugen Einwürfen und scharfen Texten seine Meinung zu Papier.
Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und den beiden Töchtern.“
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