Josef Hovenjürgen MdL: "Regionalplanentwurf lässt keine Entwicklung für die Zukunft zu"

 

Josef Hovenjürgen MdL, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung, erklärt:
Kreis RE/Ruhrgebiet. „Der Regionalplanentwurf wurde Ende August 2018 in die Verbandsversammlung des RVR eingebracht und der Erarbeitungsbeschluss gefasst. Die RVR-angehörigen Städte und Kreise, aber auch Bürgerinnen und Bürger sind seitdem bis Ende dieses Monats aufgefordert, ihre Eingaben hierzu zu machen. Eine gemeinsame Stellungnahme des Kreises Recklinghausen mit den zehn angehörigen Städten liegt bereits vor. Einige Städte haben eigene, weitergehende Stellungnahmen abgegeben. Ich richte den dringenden Appell an alle Städte im Vest, von der Möglichkeit, eine eigene Stellungnahme abzugeben, Gebrauch zu machen. Es ist die einzige Chance, die tatsächlichen Bedarfe vor Ort klar und deutlich zu benennen. Jetzt ist der letzte Zeitpunkt, um diese Bedarfe in das Beteiligungsverfahren einfließen zu lassen.“
„Der vorliegende Entwurf des Regionalplans geht bei der Ausweisung von Wohn- und Gewerbe-/Industrieflächen nicht weit genug. Er lässt viel zu wenig Entwicklung für die Zukunft zu. Das führt zu einem Mangel an Wohnungen, zu weniger Arbeitsplätzen vor Ort und infolgedessen zu einer Verschlechterung der Lebensverhältnisse. Ich sehe durch die künstliche Verknappung von Fläche die große Gefahr, dass den Kommunen in diesem Prozess ihre Planungshoheit genommen und die kommunale Selbstverwaltung ausgehöhlt wird. Dass es auch anders geht, zeigt die Planung für den Regierungsbezirk Münster, den die zuständige Bezirksregierung erstellt hat. Insbesondere im Vergleich mit den nördlich an den Kreis Recklinghausen angrenzenden Nachbarstädten könnten wir in Zukunft bei weitem nicht mehr mithalten und konkurrieren.“

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok